Aleksandra Hodor

Ola mit Regenschirm
Aleksandra Hodor ist Neurowissenschaftlerin und arbeitet als Clinical Project Associate bei Auris Medical.
Erzähl uns von deiner Wissenschaft!

Was ist dein Arbeits- oder Forschungsthema?

Ich arbeite in Clinical Operations bei einem kleinen Unternehmen (20 Mitarbeiter), das pharmazeutische Therapien entwickelt, um das Gehör zu schützen, Tinnitus zu heilen, und das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Vorher arbeitete ich in der Wissenschaft; Ich habe meinen Doktor in den Neurowissenschaften gemacht (Gehirn, Schlaf, Schlaganfall, Ratten usw.).

Wie sieht ein durchschnittlicher Tag für dich aus?

Emails lesen, herausfinden wie ich antworten soll (das klingt langweilig, ist es aber nicht, glaub mir!), interne Besprechungen, Telefonieren, mich mit externen Kunden und Forschern befassen. Kurz gesagt, viel Spass und Interaktionen mit Kollegen und Teammitgliedern auf der ganzen Welt. Aber auch: Dokumente, Protokolle und Vorschriften lesen und überprüfen.

Was gefällt dir am meisten an deiner Arbeit?

Eine schnelllebige und flexibele Arbeitsumgebung und Arbeitsdynamik. Ich habe die grossartige Möglichkeit, jeden Tag zwischen verschiedenen Aufgaben und Projekten zu wechseln und mich auf verschiedenen Ebenen und Aspekten der klinischen Studien entscheidend zu beteiligen.
Ausserdem kann ich mein Wissen, insbesondere in der Verwaltung klinischer Studien, aufbauen indem ich von meinen Kollegen lerne.
Ich schätze auch die enge, tägliche Interaktion mit allen anderen Teams und mit dem Management (wir arbeiten allen im gleichen Raum, einschliesslich unsere CEO!).

Was magst du am wenigsten an deiner Arbeit?

Das Pendeln nach Basel 😉

Wie ist es so weit gekommen?

Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?

Ganz langweilig – Ärztin… und dann Nobelpreisträgerin für die Rettung der Welt.

Warum hast du dich für die Wissenschaft interessiert?Hast Du jemals darüber nachgedacht, eine andere Karriere einzuschlagen?

Ich habe eine andere Karriere, und bin bis jetzt super glücklich damit. Aber ich bereue mein Abenteuer mit der Wissenschaft nicht. Ich würde es nie für etwas anderes eintauschen: die Jahre im Labor mit verrückten Leuten, die vielen faszinierenden Konferenzen und Kurse.
Warum ich irgendwann die Wissenschaft wählte? Ich machte meine ersten Schritte in der Welt des Gehirns während des Studiums an der Universität von Krakow im Neurophysiologielabor.  Nachher habe ich ein Jahr in beim Institut für Biomedizin in Helsinki, Finland, verbracht. Besonders das letztere war ein sehr inspirierendes Abenteuer: meine erste Auslandserfahrung, echte Wissenschaft, super international….

Was war das schwierigste beim Übergang von der Akademische Forschung zu Deiner aktuellen Arbeit?

Industriesprache (Jargon)… und nicht sonderlich viel Raum für Kreativität.

Was war für dich die größte Herausforderung während des Studiums? Was war die wichtigste Motivation, um deinen Abschluss zu machen?

Der häufige Wechsel von direkten Vorgesetzen und Mentoren war definitiv eine Herausforderung. Aber ich war trotzdem motiviert meinen Doktor weiter zu machen, weil ich meine Forschung zu meiner Zufriedenheit vervollständigen möchte.

 Wissenschaftlerinnen!

Ist es deiner Meinung nach wichtig, Frauen in der Wissenschaft zu fördern?

Klar! Es ist wichtig andere Frauen zu inspirieren, um uns allen mehr Selbstvertrauen und Unterstützung zu geben.

Gibt es Frauen in der Wissenschaft, die Dich gerade inspirieren?

Die meisten inspirierenden Frauen, die ich kenne, sind leider nicht in der Schweiz. Aber in der Schweiz wäre es Daniela Noain. Sie kam als Post-Doc aus Argentinien und leitet jetzt eine Forschungsgruppe im Unispital in Zürich. Sie ist inspirierend, denn obwohl sie eine großartige Wissenschaftlerin ist, sehr intelligent, energisch, und immer hilfsbereit, ist sie auch eine großartige Mutter von zwei Kindern und eine fantastische Freundin!

Welche Tipps würdest Du Mädchen geben, die an Naturwissenschaften interessiert sind?

Folge deinen Träumen. Mach es einfach, trotz Hindernissen. Aber mach es nur, wenn Du Dir sicher bist, dass Du es wirklich willst, und dass Du mit ganzem Herzen bei der Sache sein wirst. Tu, was dich glücklich und erfüllt macht.

Weil es im Leben auch noch andere Dingen gibt…

Ola1_kleinWas machst du zum Spaß außerhalb der Arbeit?

Ich tanze Swing, spiele Cello im Orchester, fahre Ski und wandere (wie ein echter „Schweizer“ Expat).

Kannst du uns etwas zum Anschauen, Lesen, oder Hören empfehlen?

Zu hören – immer: guter Jazz, Blues, Folk und natürlich klassische Musik (damit du es weisst: J. S. Bach war der erste Jazzmusiker!) – alles hängt von deiner Stimmung und von dem Zustand von Seele und Körper ab 🙂

Was ist derzeit das seltsamste Ding auf deinem Schreibtisch?

Ein Figürchen aus dem Dreikönigskuchen und eine Flasche Vitamin D.

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