Lauriane Nallet Khosrofian

Lauriane
Lauriane Nallet-Khosrofian ist Doktorandin im Vaskuläre Neurologie und Rehabilitationslabor der Universität Zürich.
Erzähl uns von deiner Wissenschaft!

Was ist dein Arbeits- oder Forschungsthema?

Die Rolle von Dopamin in der Rehabilitation nach einem Schlaganfall im Tiermodell. Das Ziel ist, die Erholung der motorischen Funktion besser zu verstehen und dadurch das Leben der Patienten zu verbessern.

Wie sieht ein durchschnittlicher Tag für dich aus?

Das ist unterschiedlich: ich trainiere meine Tiere in einer motorischen Aufgabe, führe fluoreszente Färbung von Hirnschnitten durch, fotografiere und analysiere sie. Die meisten dieser Aufgaben nehmen viel Zeit in Anspruch und füllen den größten Teil meines Tages. Ich verbringe den Rest der Zeit mit Datenverarbeitung, und dem Lesen von Emails und wissenschaftlichen Artikeln.

Was gefällt dir am meisten an deiner Arbeit?

Ich möchte die Zusammenhänge zwischen neuronale Netzwerken und Verhalten herausfinden und verstehen. Ein guter Tag ist also ein Tag an dem die Ergebnisse anfangen Sinn zu machen, und man über die nächsten Schritte nachdenken kann.

Was magst du am wenigsten an deiner Arbeit?

Im Allgemeinem, ist das schwierigste, wenn das Ende eines Experimentes nicht in Sicht ist, es keinen Sinn macht und es scheint, als ob du für nichts Zeit verschwendest. Das ist schwer durchzuhalten.

Wie ist es so weit gekommen?

Was wolltest du werden, als du ein Kind warst?

Wissenschaftlerin!

Gibt es ein bestimmtes Ereignis oder eine bestimmte Person, die dich dazu gebracht hat, Wissenschaftlerin zu werden? Warum hast du dich für die Wissenschaft interessiert?

Niemand hat mich inspiriert Wissenschaftlerin zu werden, aber Leute die ich in der Wissenschaft getroffen habe, haben mich motiviert, weiterzumachen. Seit ich jung war, habe ich mich für Naturwissenschaften interessiert, weil ich verstehen wollte, wie Dingen funktionieren – vor allem Menschen. Ich habe kurz überlegt Psychologie zu studieren, aber ich habe es dann vorgezogen das Ding zu studieren mit dem wir denken, und nicht die Gedanken selbst.

Was war für dich die größte Herausforderung während des Studiums? Was war die wichtigste Motivation, um deinen Abschluss zu machen?

Ich war immer eine sehr durchschnittliche Studentin und ich musste sehr hartnäckig sein, um es zur Doktorandin zu schaffen. Als Doktorandin habe ich meinem Abschluss natürlich noch nicht, aber weil ich sehr hart dafür arbeite, wird mein Doktortitel sicher auch meine ganz persönliche Leistung sein.

Wissenschaftlerinnen!

Ist es deiner Meinung nach wichtig, Frauen in der Wissenschaft zu fördern?

Ja, weil sie eine andere Sicht der Dinge mit sich bringen und genauso wie Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern verschiedene Sichtweisen und Prioritäten haben, die eine vielfältige Wissenschaft ermöglichen.

Gibt es Frauen in der Wissenschaft, die Dich gerade inspirieren?

Meine ehemaligen Mentorinnen waren beide Superwissenschaftlerinnen: sehr neugierig und enthusiastisch und genauso kompetent in neurowissenschaftlichen Sachen, wie in Programmieren und Technik. Das finde ich bewundernswert.
Genauso wichtig sind meine Freundinnen die auch gerade ihre Doktorarbeiten machen, oder die schon Post-Docs sind. Sie sind sehr gute Wissenschaftlerinnen, die mir helfen weiterzumachen und immer besser zu werden, wenn sie ihre Erfahrungen mit mir teilen.

Welche Tipps würdest Du Mädchen geben, die an Naturwissenschaften interessiert sind?

Gib nicht auf! Deine Beiträge sind wertvoll!

Weil es im Leben auch noch andere Dingen gibt…

Was machst du zum Spaß außerhalb der Arbeit?

Ich lese, schaue Filme und Serien… das übliche.

Kannst du uns etwas zum Anschauen, Lesen, oder Hören empfehlen?

Oh, so viele Dinge, aber wenn es um lustigen Sachen und Darstellungen von Frauen geht: die Serie « Grace & Frankie », sie ist witzig, sie ist treffend… Ich liebe das.
Ich liebe auch eine Menge Podcasts; der neueste heisst „Spirits“, in dem besprechen zwei Frauen Legenden und Mythen auf eine sehr lustige Art und Weise. Ich hätte noch viel mehr zu empfehlen, aber das würde zu lange dauern.

Was ist derzeit das seltsamste Ding auf deinem Schreibtisch?

Ein katzenförmiger Handyhalter.

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